Fachstelle "Kein Missbrauch" neu besetzt

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10 Dezember, 2019 - 09:30

Seit 1. Dezember ist die Fachstelle "Kein Missbrauch" wieder besetzt. Jessica Roth wird ab sofort Ansprechpartner für diesen Bereich. Lesen Sie mehr im Interview.

Erzählen Sie ein bisschen von ihrer Vita?

Roth: "Geboren und aufgewachsen bin ich im ländlichen Oberschwaben zwischen Schwäbischer Alb und Bodensee, in Aulendorf. Dort habe ich auch am örtlichen Gymnasium 2010 das Abitur absplviert. Danach zog es mich für ein Jahr nach Tübingen, wo ich am Ambrosianum alte Sprachen wie Latein, Hebräisch und Bibelgriechisch lernte. Nach dem kleinen Intermezzo in Tübingen arbeitete ich als  FSJler bei der Jugendkirche Joel in Ravensburg. Im Oktober 2012 begann ich mein Studium Geschichte und Politik-/Wirtschaftswissenschaften auf Lehramt an der Uni Stuttgart. Noch während des Studiums zog ich um nach Karlsruhe. Nach Abschluss meines Studiums mit dem ersten Staatsexamen begann ich dann das Referendariat als Lehrerin an Gymnasien. Doch es zog mich mehr in die Verbandsarbeit, in der ich bereits als Ehrenamtliche noch in Aulendorf bei den Ministranten und in Karlsruhe dann bei den Falken engagiert war."

Warum haben Sie sich auf die Stelle beworben? Welche Vorkenntnisse bringen Sie mit?

Roth: "Ich kannte die Fachstelle „Kein Missbrauch!“ aus der ehrenamtlichen Arbeit bei den Falken. Ich hatte vor einigen Jahren bereits die Ansprechpersonenschulung und weitere Veranstaltungen besucht. Da ich den Stadtjugendausschuss bereits aus der ehrenamtlichen Perspektive durch meine Beteiligung als Delegierte für die Falken bei der Vollversammlung kannte, war der Perspektivwechsel auch etwas, was mich ansprach. Dem Thema Prävention sexualisierter Gewalt nun auch meine berufliche Tätigkeit zu widmen, war mir ein wichtiges Anliegen. Prävention ist wichtig und richtig und endet nicht einfach. Es treten immer wieder neue Herausforderungen auf, die es zu bearbeiten und in die Vereine und Verbände zu bringen gilt. Prävention und Handlungsfähigkeit im Hinblick auf sexualisierte Gewalt ist ein stetiger Prozess und erfordert auch eine stetige Arbeit in den Vereinen und Verbänden sowie die Stärkung von Kindern und Jugendlichen wie auch der ehrenamtlichen Betreuer. Daher ist es mir wichtig durch Schulung und Unterstützung zu sensibilisieren und den Ehrenamtlichen Handlungsfähigkeit zu ermöglichen."

Was reizt sie an der neuen Aufgabe?

Roth: "Spannend finde ich den Perspektivwechsel aus der ehrenamtlichen in die hauptamtliche Perspektive. Dabei reizt mich besonders, die Vielfalt der Vereine und Verbände kennenzulernen, eine Vernetzung zu schaffen und Vereine und Verbände in der Implementierung und Fortführung ihrer Präventionsstrategien zu begleiten und zu schulen. "

Wo setzen Sie jetzt an?

Roth: "Zahlreiche Vereine und Verbände nahmen bereits an den Ansprechpersonenschulungen und Veranstaltungen teil. Ebenso gab es bereits viele Basisschulungen, die bei den Vereinen und Verbänden direkt vor Ort durchgeführt werden und auf Anfrage stattfinden. Zu dieser Schulung gab es im letzten Jahr vermehrt Anfragen, was uns besonders freut, da sichtbar wird, dass sich die Vereine und Verbände der Prävention sexualisierter Gewalt annehmen."

Welche Projekte werden betreut, beziehungweise neu geschaffen?

Roth: "Bewährte Schulungsformate wie die Ansprechpersonenschulung, Basisschulung und weitere Veranstaltungen, werden weiterhin angeboten. Wir versuchen hierbei, die Schulungsinhalte regelmäßig zu aktualisieren und anzupassen. Nachdem es nun eine Vielzahl von geschulten Ansprechpersonen gibt, wird gerade an einer Aufbauschulung zur Multiplikatorin/zum Multiplikator für die Prävention sexualisierter Gewalt gearbeitet. Diese soll ein Angebot für alle bereits geschulten Ansprechpersonen sein, die gerne selbst Schulungen durchführen wollen. 2020 steht im Herbst ein Großprojekt an, denn wir wollen gemeinsam mit Hänsel und Gretel e.V. die Ausstellungen #EchtKrass und #EchtKlasse zur Prävention sexualisierter Gewalt für Kinder und Jugendliche nach Karlsruhe holen und zwei Monate lang unter dem Titel #StarkWeil anbieten. Dazu gibt es verschiedene Schulungen für Lehrer und Betreuer. Schulklassen sowie Jugendgruppen aller Art können die Ausstellung besuchen."

Wer unterstützt Sie?

Roth: "Unterstützt werde ich in allen Verwaltungsfragen von Kerstin Paries von der Geschäftsstelle der Sportkreisjugend und durch den Stadtjugendausschuss von Jack Herbst. In inhaltlicher Hinsicht werde ich unterstützt von der BSJ durch die Bildungsreferentin Susanne Borth und Jugendsekretär Thorsten Väth sowie von Jack Herbst vom Stadtjugendausschuss Karlsruhe. Desweiteren bestehen Netzwerke zur Beratungsstelle AllerleiRauh, mit der wir für einige Schulungen kooperieren und zu weiteren Beratungsstellen und auch Ehrenamtlichen aus den Vereinen und Verbänden, die die Schulungsangebote unterstützen."

Wo werden Sie arbeiten?

Roth: "Arbeiten werde ich neben den wechselnden Orten, an denen unsere Schulungen stattfinden, hauptsächlich an zwei Orten. Einmal in der Geschäftsstelle der Sportkreisjugend im Haus des Sports und in der Geschäftsstelle des Stadtjugendausschusses in der Moltkestraße 22."

 

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